Lustig, dramatisch, traurig – wie ist er denn nun?

Die Münsteraner stehen für Klamauk, die Münchner ermitteln ernst – wie werden wohl die Franken-Tatort-Kommissare an die Arbeit gehen? BR-Redakteurin Stephanie Heckner haben wir das natürlich auch gefragt:

Neben den Tatorten gibt es ja auch andere Krimis im BR, beispielsweise die Heimatkrimis, für die Stephanie Heckner ebenfalls verantwortlich ist. Wird es da Parallelen geben?

 

Wir wollen auch bundesweit punkten!

Weiter geht’s mit unseren Fragen an BR-Redakteurin Stephanie Heckner. Dass sich schon im Vorfeld eines Projektes so viele Menschen mit einbringen möchten und teilhaben an den Vorbereitungen ist für sie eine neue Erfahrung. Immerhin ist die Franken-Community auch wirklich eine ganz besondere Gruppe. Ist das förderlich oder eher nicht?


Und natürlich interessiert uns auch brennend, wie weit das Drehbuch von Max Färberböck ist – ist es fertig oder wird noch eifrig daran geschraubt? Stephanie Heckner verrät uns, was eine Familienaufstellung à la Mensch-ärgere-Dich-nicht mit der Geschichte zu tun hat…

 

Buch + Cast + Inszenierung = Franken-Tatort!

Wir haben uns BR-Redakteurin Stephanie Heckner geschnappt und ihr einige Fragen zum Franken-Tatort gestellt. In den kommenden Tagen werden wir diese Fragen nach und nach hier veröffentlichen – natürlich mit den passenden Antworten. Unsere erste Frage war: Was ist das Alleinstellungsmerkmal des Franken-Tatort?

 

Warum dauert’s so lang?

Heckner_1 Heckner_2Seit Ende 2012 ist bekannt, dass es einen Franken-Tatort geben wird. Einen Tatort für die gesamte Region Franken, nicht für eine bestimmte Stadt. Ende August geht’s jetzt auch los mit den Dreharbeiten, es wird also langsam ernst. Max Färberböck wird Regie führen und hat auch das Drehbuch geschrieben. Der Haupt-Cast steht, vier Schauspieler sind bereits bekannt. Weitere wichtige Rollen wurden gestern in Nürnberg gecastet – und es wird natürlich auch ein Komparsencasting geben, der Termin steht allerdings noch nicht fest. „Warum dauert’s so lang?“, das ist die Frage, die Ihr am häufigsten stellt. Und Wolfram Weltzer hat in der Regionalzeit genau das auch die zuständige BR-Redakteurin Stephanie Heckner gefragt: Also, hört selbst:

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Wer tauft eigentlich Kommissare?

Wir kennen ihre Gesichter – viele Tatort-Kommissare sind immerhin schon lange im Einsatz. Aber was wäre ein Gesicht, was wäre eine Figur ohne den passenden Namen? Die passenden Namen zu finden, ist gar nicht so leicht. Unsere neuen Franken-Kommissare heißen nach jetzigem Stand Konrad Wagner und Paula Wiesner. Sie werden von Wanda Goldwasser unterstützt und Leiter der Spurensicherung ist Klaus Dieter Schatz. Warum? Das haben wir Stephanie Heckner gefragt, sie leitet die Abteilung Reihen und Mehrteiler beim Bayerischen Rundfunk und ist daher auch zuständig für den Franken-Tatort (und an dieser Stelle ohnehin keine Unbekannte):

„Namen sind eben nicht Schall und Rauch. Sie sind in kleiner Dimension persönlichkeitsstiftend. Sie sollten den Schauspielern passen, die sie tragen, ihnen auch gefallen, denn Namen leisten ihren kleinen Beitrag zu dem Charakter, den ein Schauspieler verkörpert. Es wäre unsinnig einem Darsteller, der sich langfristig mit einer Figur verbindet, einen Namen aufzudrängen, der ihm für diese Figur nicht behagt. Insofern haben die Schauspieler ein Mitspracherecht. Die Idee dazu geht aber erst mal vom Autor und der Redaktion aus.“

Die Hauptdarsteller des Frankentatorts

Dagmar Manzel, Fabian Hinrichs, Eli Wasserscheid und Frank-Markus Barwasser

Gehen wir also die einzelnen Figuren durch. Fabian Hinrichs spielt Kommissar Konrad Wagner, Dagmar Manzel Kommissarin Paula Wiesner. „Wagner und Wiesner sind Namen, die nicht unangenehm auftrumpfen, aber klar und markant sind. Das passt zu den Figuren.“ Im richtigen Leben zwei Vornamen mit Bindestrich, in der Rolle zwei Vornamen ohne Bindestrich: Aus Frank-Markus Barwasser wird Klaus Dieter Schatz. Wir finden: Das passt, denn Barwasser ist ohne Zweifel ein großer Schatz Frankens. Und der diente dann vielleicht auch zur Inspiration für den letzten Namen des Quartetts: Eli Wasserscheid spielt die Ermittlerin Wanda Goldwasser.

Bis die ersten Szenen allerdings gedreht sind, fliesst noch einiges Wasser die Regnitz runter. Auch die Namen sind noch nicht in Stein gemeisselt und können sich durchaus noch ändern. „Im kreativen Prozess ist eben manches noch im Fluss“, meint Stephanie Heckner.

 

 

Max Färberböck, der große Geschichtenerzähler

Weiterhin sind die Türen verschlossen. Wir lugen durch’s Schlüsselloch, klopfen leise an, aber es ist zu früh. Die Kreativen tüfteln weiter am Franken-Tatort und wollen nicht gestört werden. Wir haben vollstes Verständnis, sind aber dennoch froh, dass wir jetzt wissen, wer denn da tüftelt. Max Färberböck ist es. Und BR-Redakteurin und Leiterin der Redaktion Reihen und Mehrteiler Dr. Stephanie Heckner ist voll des Lobes.

Was für ein Glück, dass dieser talentierte Mann für das Projekt gewonnnen werden konnte! Jetzt sind wir natürlich neugierig, was er selbst dazu sagt:

Tja, und warum dauert das jetzt alles so lang? Was ist denn diese ominöse Drehbuchentwicklung? Da fragen wir am Besten wieder Stephanie Heckner, die schon unterschiedlichste Formate betreut hat:

Gut, den Wink mit dem Zaunpfahl haben wir verstanden. Geschützter Raum. Wir bleiben also erstmal anständig draußen. Aber bald klopfen wir wieder an, ok? Wir hoffen, Ihr habt mit uns Geduld und freut Euch auf den ersten Franken-Tatort!

 

Alles über den Franken-Tatort

Dr. Stephanie Heckner, Bayerischer Rundfunk / Jürgen OlczykDer Franken-Tatort kommt. Aber recht viel mehr wissen wir alle noch nicht. Zeit, um Licht ins Dunkel zu bringen. Um Fragen aufzuklären, die unter den Nägeln brennen. Dr. Stephanie Heckner, Leiterin der Redaktion Reihen und Mehrteiler beim Bayerischen Rundfunk und somit die künftige Chefin vom München- und Franken-Tatort, hat uns Antworten geliefert.

Ersetzt der Franken-Tatort den Münchner Tatort, oder kommt er zusätzlich?

Der Münchner Tatort bleibt vom Franken-Tatort unangetastet. Wir sind froh, mit Batic & Leitmayr ein schon lang existierendes und bis heute extrem erfolgreiches und beliebtes Kommissarsteam zu haben. Dieses Team wollen wir mit guten Drehbüchern wie bisher auch weiter bedienen.

Wann wird der erste neue Franken-Tatort ausgestrahlt?

Unser Intendant Ulrich Wilhelm hat einen Franken-Tatort in etwa zwei Jahren versprochen. Zwei, drei Jahre bis zur Produktion und Ausstrahlung werden wir im besten Falle auch brauchen, je nachdem wie gut die Stoffentwicklung vorangeht. Drehbuchschreiben ist ja ein kreativer lebendiger Prozess. Das funktioniert nicht auf Knopfdruck wie in einer Schraubenfabrik. Zumal ja auch die wesentlichen Fragen der Charakterfindung für die durchgehenden Rollen, u.a. die Rollen der Kommissare, die Spielortefestlegung und das Casting der Hauptrollen beantwortet werden müssen, bevor die Drehbucharbeit konkret beginnen kann.

Weiß man schon, wo der neue Franken-Tatort spielen wird?

Nein, noch sind die Spielorte nicht festgelegt.

Wer werden die Kommissare sein?

Auch diese Frage  können wir leider noch nicht beantworten. Es wird in jedem Fall zwei Figuren geben. Wie die Charaktere beschaffen sind, darüber machen wir uns derzeit Gedanken. Parallel finden erste Überlegungen zur Besetzung der Hauptrollen statt.

Ab wann wird man in dieser Richtung (Ort und Darsteller) etwas erfahren?

Im nächsten Jahr sind wir da weiter.

Was passiert in der kommenden Zeit?

In der kommenden Zeit werden zwischen der Redaktion, einem Drehbuchautor und der zukünftigen Regie die Charaktere der durchgehenden Rollen erfunden, die Spielorte gesetzt und das Thema für den ersten Fall gesucht.

Wie sind dann die weiteren Schritte?

Sobald die durchgehenden Figuren als Charaktere gezeichnet sind, ist ein weiterer wichtiger nächster Schritt das konkrete Casting und die Gespräche mit den möglichen Darstellern. Erst wenn der Autor seine Hauptbesetzungen vor Augen hat, kann die Arbeit am Drehbuch ja richtig losgehen.