Max Färberböck auf Stippvisite

unnamedEs ist und bleibt eine Gratwanderung. Wir sind selber neugierig und würden am Liebsten 24 Stunden am Tag Regisseur Max Färberböck und Redakteurin Stephanie Heckner beschatten, um zu wissen, was gerade so passiert. Und das würden wir Euch natürlich gleich brühwarm weitertratschen. Ehrensache. Andererseits haben wir in den vergangenen Monaten eines gelernt: Die Damen und Herren brauchen wirklich ihre Ruhe und ihren Frieden, um kreativ arbeiten zu können! Also rücken wir ihnen nicht auf die Pelle. Es ist ein wenig so wie mit scheuen Wildvögeln am Vogelhaus, das man dann ganz entzückt beobachtet. Gerade konnten wir einen seltenen Gast beobachten: Regisseur und Drehbuchautor Max Färberböck war kurz auf Stippvisite im Studio Franken – und kommt nun hoffentlich öfter vorbei!

 

 

Warum dauert’s so lang?

Heckner_1 Heckner_2Seit Ende 2012 ist bekannt, dass es einen Franken-Tatort geben wird. Einen Tatort für die gesamte Region Franken, nicht für eine bestimmte Stadt. Ende August geht’s jetzt auch los mit den Dreharbeiten, es wird also langsam ernst. Max Färberböck wird Regie führen und hat auch das Drehbuch geschrieben. Der Haupt-Cast steht, vier Schauspieler sind bereits bekannt. Weitere wichtige Rollen wurden gestern in Nürnberg gecastet – und es wird natürlich auch ein Komparsencasting geben, der Termin steht allerdings noch nicht fest. „Warum dauert’s so lang?“, das ist die Frage, die Ihr am häufigsten stellt. Und Wolfram Weltzer hat in der Regionalzeit genau das auch die zuständige BR-Redakteurin Stephanie Heckner gefragt: Also, hört selbst:

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Drehtermin steht fest

Bettina Reitz hat gestern im Presseclub Nürnberg mit dem 26. August den geplanten Drehstarttermin genannt. Hier könnt Ihr einen Beitrag dazu sehen. Bereits am Wochenende waren Regisseur und Drehbuchautor Max Färberböck und BR-Redakteurin Stephanie Heckner in Nürnberg zu Gast bei der „Criminale“ – den ganzen Auftritt und ein kleines Interview seht Ihr hier:

 

Max Färberböck, der große Geschichtenerzähler

Weiterhin sind die Türen verschlossen. Wir lugen durch’s Schlüsselloch, klopfen leise an, aber es ist zu früh. Die Kreativen tüfteln weiter am Franken-Tatort und wollen nicht gestört werden. Wir haben vollstes Verständnis, sind aber dennoch froh, dass wir jetzt wissen, wer denn da tüftelt. Max Färberböck ist es. Und BR-Redakteurin und Leiterin der Redaktion Reihen und Mehrteiler Dr. Stephanie Heckner ist voll des Lobes.

Was für ein Glück, dass dieser talentierte Mann für das Projekt gewonnnen werden konnte! Jetzt sind wir natürlich neugierig, was er selbst dazu sagt:

Tja, und warum dauert das jetzt alles so lang? Was ist denn diese ominöse Drehbuchentwicklung? Da fragen wir am Besten wieder Stephanie Heckner, die schon unterschiedlichste Formate betreut hat:

Gut, den Wink mit dem Zaunpfahl haben wir verstanden. Geschützter Raum. Wir bleiben also erstmal anständig draußen. Aber bald klopfen wir wieder an, ok? Wir hoffen, Ihr habt mit uns Geduld und freut Euch auf den ersten Franken-Tatort!

 

Max Färberböck übernimmt Buch und Regie

Der mehrfach preisgekrönte Regisseur Max Färberböck übernimmt beim neuen Franken-Tatort Regie und Drehbucharbeit. Färberböck: „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und hoffe, dass wir einen Film realisieren werden, der den Franken gefällt oder sie sogar begeistern kann.“

Bild: BR/Christian HartmannMax Färberböck war bereits bei der Auswahl des Hauptcast und dessen Figurenfindung beteiligt. Für fast alle seine Filme hat er die Drehbücher selbst geschrieben. Dass er seine Kreativität nun auch beim Frankentatort an beiden Positionen einbringen wird, freut die Schauspieler und die Redaktion gleichermaßen. Derzeit schreibt Max Färberböck das Drehbuch. Die Dreharbeiten des ersten Franken-Tatorts sind für den Sommer 2014 geplant.

„Seine Drehbücher sind immer überraschend“

Dr. Stephanie Heckner, zuständige Redakteurin für die Tatorte des BR: „Dass wir den Regisseur Max Färberböck gemeinsam mit seiner Ko-Autorin Catha Schuchmann nun auch für das Drehbuch des neuen Franken-Tatorts gewinnen konnten, ist ein großes Glück. Denn kaum einer verfügt im Schreiben und Inszenieren ein so feines Gespür für Figuren, ihre Lebenswelten und die Verbindung von Spannung, Poesie und Humor wie er. Seine sehr persönliche Weise, in Charaktere und zumeist hoch ambivalente Stoffe einzudringen, seine Wärme für Figuren und die ungewöhnlich lebendige Art, sie zu erzählen, machen ihn zu einem außergewöhnlichen Schauspielregisseur und Geschichtenerzähler. Seine Drehbücher, die er selbst als ‚Schauspielvorlagen‘ bezeichnet, sind immer überraschend, konfrontativ und von einer tiefen Nähe zum Menschen geprägt.“

Bild: BR/Denise VernilloIm vergangenen Jahr hat Max Färberböck mit „Am Ende des Flurs“ bereits einen Münchener Tatort für den Bayerischen Rundfunk geschrieben und inszeniert (siehe Foto). Dieser wird am 4. Mai 2014 ausgestrahlt. Seine Fernseharbeit begann Max Färberböck mit den erfolgreichen und mit großer Leichtigkeit geführten Komödien „Schlafende Hunde“ und „Einer zahlt immer“ (u.a. mit Dagmar Manzel). Dann folgten die ersten beiden für Hannelore Hoger geschaffenen und bis heute legendären „Bella Block“-Filme „Die Kommissarin“ und „Liebestod“. Zu seinen weiteren Filmen zählen unter anderem „Jenseits“, „Aimée und Jaguar“, „Anonyma“, und „Sau Nummer vier“, die meisten von ihnen preisgekrönt.

Die Produktion des neuen Franken-Tatorts im Auftrag des Bayerischen Rundfunks liegt bei Kirsten Hager, die als Produzentin bereits für zahlreiche Produktionen ausgezeichnet wurde (u.a. Bernd Burgemeister Preis 2013). Kirsten Hager hat auch den BR Heimatkrimi „Die reichen Leichen“ von Sathyan Ramesh & Dominik Graf produziert, der im Herbst 2014 im Bayerischen Fernsehen zur Ausstrahlung kommt.