„Ich töte niemand“ – Franken-Tatort Nr. 4

Jetzt ist es raus: „Ich töte niemand“ – so lautet der Titel des vierten Franken-Tatorts.

Ermittelt wird wieder in Mittelfranken, genauer in NĂŒrnberg und Umgebung. Und dort wird auch bald gedreht werden.

Die fĂŒr den Tatort verantwortliche Redakteurin Stephanie Heckner (BR) setzt auf das Team, das auch den ersten Franken-Tatort mit dem Titel „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ umgesetzt hatte. Max FĂ€rberböck inszeniert den Film, zusammen mit Catharina Schuchmann hat er auch wieder das Drehbuch zu „Ich töte niemand“ geschrieben. Kirsten Hager produziert den Tatort mit ihrer Firma Hager Moss Film im Auftrag des BR.

Von links: BR-Redakteurin Stephanie Heckner, Regisseur und Autor Max FÀrberböck, Autorin Catharina Schuchmann, Produzentin Kirsten Hager und Producerin Yella Fenner.

Von links: BR-Redakteurin Stephanie Heckner, Regisseur und Autor Max FÀrberböck, Autorin Catharina Schuchmann, Produzentin Kirsten Hager und Producerin Yella Fenner.

Derzeit werden Komparsen, Kleindarsteller und die Motive gesucht.

Noch bis 8. August lĂ€uft die Bewerbungsfrist fĂŒr Komparsen und Kleindarsteller. Wer also Lust hat einmal beim Franken-Tatort mitzuspielen, kann sich noch melden. Hier der offizielle Aufruf der Hager Moss Film dazu:

Wir suchen euch alle: Von 18 – 65, alle Menschen aller NationalitĂ€ten, von normal bis einmalig!

Und so geht’s: Schreibt eine Mail an komparsen@hager-moss.de mit dem Betreff „Tatort 2017“ und

– eurem Alter
– zwei Fotos
(1 PortrĂ€t, 1 Ganzkörper, ganz natĂŒrlich, ohne Aufwand, von vorne fotografiert)
– falls vorhanden: Erfahrung als Komparse / Schauspieler
– falls vorhanden: Videomaterial verlinken (bitte kein Material versenden!)

Das Casting findet am 11. und 12. August in NĂŒrnberg statt. Der genaue Ort wird noch mitgeteilt.

 

Komparsen gesucht

Es ist wieder soweit:
Im Herbst wird der 4. Frankentatort gedreht! Und ihr sollt wieder mit dabei sein!

Aufruf KomparsenCasting 4. Franken-Tatort

 

Das Regie-Team um Max FĂ€rberböck, Danny Rosness und Tibor Baumann sucht Komparsen und Kleindarsteller im Drehzeitraum vom 5. September – 6. Oktober 2017. Ihr habt Zeit? Und Lust, auch mal beim Film dabei zu sein?

Dann bewerbt euch fĂŒr das KOMPARSENCASTING am 11. / 14. & 15.  August in NĂŒrnberg. Wir suchen euch alle: Von 18 – 65, alle Menschen aller NationalitĂ€ten, von normal bis einmalig!

Und so geht’s:

Schreibt eine Mail an komparsen@hager-moss.de mit dem Betreff „Tatort 2017“ und

– eurem Alter

– zwei Fotos
(1 PortrĂ€t, 1 Ganzkörper – ganz natĂŒrlich, ohne Aufwand, von vorne fotografiert)

– falls vorhanden: Erfahrung als Komparse / Schauspieler

– falls vorhanden: Videomaterial verlinken (bitte kein Material versenden!)

 

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen bis spÀtestens 8. August. 

 

 

Ob diese Bewerber dabei sein werden?

Zum Casting der Kleindarsteller-Rollen fĂŒr den neuen Franken-Tatort „Am Ende geht man nackt“ kamen gestern Menschen aus ganz Franken nach Bamberg. Warum sie genau mitspielen möchten, haben sie uns in kurzen Interviews wissen lassen:

 

Keith Petri aus NĂŒrnberg

Keith


 in einem Tatort mitzuspielen ist Punkt 17 auf seiner bucket list, einer Liste mit Dingen, die er tun möchte, bevor er 30 ist.

 

Gisela aus FĂŒrth


 ist ein Tausendsassa, u.a. mit Schauspiel und Fotografie-Leidenschaft. Sie hat den Ausflug nach Bamberg auch dafĂŒr genutzt, den Rosengarten und den Bamberger Dom zu fotografieren.


 ist ein Tausendsassa, u.a. mit Schauspiel und Fotografie-Leidenschaft. Sie hat den Ausflug nach Bamberg auch dafĂŒr genutzt, den Rosengarten und den Bamberger Dom zu fotografieren.

 

Leila Aouni aus NĂŒrnberg


 ist stolz darauf, dass ihre Heimatregion Franken endlich einen eigenen Tatort bekommen hat und wĂŒrde wahnsinnig gerne einmal direkt dabei sein.


 ist stolz darauf, dass ihre Heimatregion Franken endlich einen eigenen Tatort bekommen hat und wĂŒrde wahnsinnig gerne einmal direkt dabei sein.

 

Hubert aus Kronach


 wurde durch eine Freundin, die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, auf das Casting aufmerksam gemacht und hat sich daraufhin als großer Tatort-Fan beworben.


 wurde durch eine Freundin, die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, auf das Casting aufmerksam gemacht und hat sich daraufhin als großer Tatort-Fan beworben.

 

Annelore Körner aus Höchstadt an der Aisch


 war schon im ersten Franken-Tatort als Komparsin dabei und wurde von ihrer Tochter, die Dramaturgin am Theater in Erlangen ist, dazu aufgemuntert, sich noch mal zu bewerben.


 war schon im ersten Franken-Tatort als Komparsin dabei und wurde von ihrer Tochter, die Dramaturgin am Theater in Erlangen ist, dazu aufgemuntert, sich noch mal zu bewerben.

 

Michael Rudek aus NĂŒrnberg


 ist mit dem Tatort groß geworden und schaut ihn jeden Sonntag. Klar, dass er da gerne ein Teil davon sein möchte, vor allem, wenn der Tatort in die Heimat kommt.


 ist mit dem Tatort groß geworden und schaut ihn jeden Sonntag. Klar, dass er da gerne ein Teil davon sein möchte, vor allem, wenn der Tatort in die Heimat kommt.

 

Nailya Dzhafarova aus NĂŒrnberg


 in einem Film mitzuspielen ist ihr Kindheitstraum. Wenn das der fĂŒr sie als FrĂ€nkin so wichtige Franken-Tatort sein kann, umso besser.


 in einem Film mitzuspielen ist ihr Kindheitstraum. Wenn das der fĂŒr sie als FrĂ€nkin so wichtige Franken-Tatort sein kann, umso besser.

 

JĂŒrgen Friedrich aus Coburg


wurde zufĂ€llig durch die BR Mediathek auf das Casting aufmerksam und kann sein GlĂŒck noch gar nicht fassen, tatsĂ€chlich eingeladen worden zu sein.


wurde zufĂ€llig durch die BR Mediathek auf das Casting aufmerksam und kann sein GlĂŒck noch gar nicht fassen, tatsĂ€chlich eingeladen worden zu sein.

 

Hans-Bernd Weinand aus Arnstein


 ist in WĂŒrzburg hobbymĂ€ĂŸig als Kameramann tĂ€tig und möchte jetzt gerne das Profibusiness am Tatort-Set kennen lernen.


 ist in WĂŒrzburg hobbymĂ€ĂŸig als Kameramann tĂ€tig und möchte jetzt gerne das Profibusiness am Tatort-Set kennen lernen.

 

Annegret aus Coburg


 spielt am Landestheater Coburg in der Seniorentheatergruppe und tritt als Clown in Altenheimen auf. Da es fĂŒr sie keinen Sonntag ohne Tatort gibt, möchte sie natĂŒrlich unbedingt mal mitspielen.


 spielt am Landestheater Coburg in der Seniorentheatergruppe und tritt als Clown in Altenheimen auf. Da es fĂŒr sie keinen Sonntag ohne Tatort gibt, möchte sie natĂŒrlich unbedingt mal mitspielen.

 

Biniam Yohannes, Bamberg


 der fĂŒr ihn „urdeutsche Tatort“ wurde in seiner Familie, die aus Eritrea stammt, nicht geschaut. Erst vor ein paar Jahren hat er ihn entdeckt und verpasst seitdem keine Folge.


 der fĂŒr ihn „urdeutsche Tatort“ wurde in seiner Familie, die aus Eritrea stammt, nicht geschaut. Erst vor ein paar Jahren hat er ihn entdeckt und verpasst seitdem keine Folge.

 
Der zweiten Regieassistentin Anastasia Semesch, hat es jedenfalls Spaß gemacht:

„Alle Casting-Teilnehmer waren super motiviert und haben sich große MĂŒhe gegeben, sich in ihre Rolle hinein zu versetzen. Es hat großen Spaß gemacht, so viele unterschiedliche und passionierte Schauspiel- und Tatort-Fans aus der Region kennen zu lernen. Auch die Bamberger Studenten waren eine große Hilfe fĂŒr den gesamten Ablauf des Tages. Alles in allem war es ein schönes Casting und wir können auf die Entscheidung sehr gespannt sein. Fest steht: wir werden definitiv ein paar Gesichter als Kleindarsteller in „Am Ende geht man nackt“ wiedersehen.“

 

 

Casting-Aufruf fĂŒr den dritten Franken-Tatort

Endlich ist es soweit: Das Casting fĂŒr den neuen Franken-Tatort „Am Ende geht man nackt“ beginnt!

Dieses Mal suchen wir Komparsen aus dem Raum Bamberg fĂŒr verschiedene kleine Rollen, zum Teil mit Spiel und improvisiertem Text.
Bewerben können sich ab heute Erwachsene ab 18 Jahren, Charakterköpfe und Menschen mit Migrationshintergrund sind herzlich willkommen. Die Dreharbeiten finden von 9. August – 9. September 2016 statt.

ZusĂ€tzlich suchen wir frĂ€nkisch sprechende Kleindarsteller fĂŒr folgende Rollenprofile im Raum Bamberg:

– Eine Mitte 20-jĂ€hrige Frau. Sie ist vom Typ her einfach strukturiert und hat ein eher ungepflegtes Äußeres. Außerdem hat sie sich der Neonaziszene angeschlossen, in der sie mit ihrem Freund verkehrt.

– Eine 41-jĂ€hrige schlanke und aparte Frau. Ihr Mann ist ein wichtiges Tier in der Stadt. Sie ist zwar reich, aber gelangweilt und vom Leben nicht erfĂŒllt.

– Eine forsche Frau um die 30. Sie ist geschĂ€ftig, weiß sich zu helfen und ist nicht auf den Mund gefallen.

– Eine Frau Mitte 20. Sie ist Beamtin und steht ihren Kollegen stets hilfreich zur Seite.

– Einen Mann um die 40. Er ist ein Streifenpolizist wie er im Buche steht, liebt seinen Job und geht darin auf, UnrechtmĂ€ĂŸigkeiten aufzudecken. Dabei ist er vom Typ her eher unsympathisch und kleinlich.

Bamberger Stadtsilhouette / (c) dpa/picture-alliance

Innerhalb unseres Drehzeitraums solltet Ihr – nach vorheriger Terminabsprache – zeitlich flexibel sein. Der genaue Drehort wird kurzfristig vorher bekannt gegeben. SelbstverstĂ€ndlich wird es eine Komparsen-Gage fĂŒr Eure Mitwirkung geben, Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Möchtet Ihr dabei sein? Dann bewerbt Euch bitte hier bei der Castingagentur „Producer’s Friend“ – sie wird Euch anhand der Postleitzahl zum Franken-Tatort zuordnen:
www.p-f.tv/bewerben/probemitglieder
.

Einreichungen, die nach dem 01. August 2016 eingehen, können leider nicht berĂŒcksichtigt werden.

Solltet Ihr in der engeren Auswahl sein, setzen wir uns mit Euch in Verbindung. FĂŒr etwaige Kleindarsteller-EinsĂ€tze werdet Ihr zu einem Video-Casting vor Ort eingeladen.

 

Sonja Tille: die Frau, um die sich alles dreht

Sonja Tille (Rolle: Andrea Schwinn). (c) BR/Julia MĂŒllerOhne die NĂŒrnbergerin Sonja Tille gĂ€be es keinen Franken-Tatort Nr. 2. Das kann man ĂŒberspitzt ruhig so sagen – denn Sonja Tille spielt eine Leiche, um die sich im zweiten Fall so einiges dreht. Wir haben mit der NĂŒrnberger Vergolderin und Restauratorin ĂŒber diese spannende Erfahrung gesprochen.

Da bewirbt man sich arglos auf eine Statistenrolle beim Franken-Tatort, und schon muss man eine Pressekonferenz geben!
Ja, das war wirklich irre. Es war eine Pressekonferenz mit allen Schauspielern und dem Regisseur, mit der Redaktion und Produktion. Und dann ging die erste Frage gleich an mich! Wie es mir denn so ging als Leiche und ob ich denn schon mal eine Leiche war
 Da war ich wirklich ĂŒberrumpelt! Ich dachte, die Journalisten fragen erstmal den Regisseur oder die Hauptdarsteller.

Das greifen wir natĂŒrlich auf: Wie war es denn so als Leiche?
Anstrengend! Erst war ich eine Stunde in der Maske, bis ich tot genug aussah. Dann musste ich eigentlich einen ganzen Tag lang liegen. Insgesamt hatte ich drei Drehtage, weil man mich ja auch noch lebendig im Franken-Tatort sehen wird. Eigens fĂŒr die Szene der „Lebendigkeit“ habe ich mit einem Stuntman geprobt. Aber das Team hat es mir so angenehm wie möglich gemacht, die waren sehr nett und aufmerksam zu mir. Es war wirklich auffĂ€llig, dass alle trotz des großen Zeitdrucks so freundlich waren.

(c) BR/Julia MĂŒller

Von links: Benjamin Griebl (Rolle: Rechtsmediziner Lutz Kranich), Matthias Egersdörfer (Leiter der Spurensicherung Michael Schatz), Eli Wasserscheid (Kommissarin Wanda Goldwasser), Barbara Prakopenka (Steffi Schwinn), Fabian Hinrichs (Hauptkommissar Felix Voss), Dagmar Manzel (Hauptkommissarin Paula Ringelhahn), Andreas Leopold Schadt (Kommissar Sebastian Fleischer) und Sonja Tille (Andrea Schwinn).

Wie wird man denn Tatort-Leiche?
Ich hatte mich schon fĂŒr den ersten Franken-Tatort als Statistin beworben, wurde aber nicht genommen. Und jetzt beim zweiten Mal war ich in der Kartei der Casting-Agentur, die dieses Mal zustĂ€ndig war – das Team suchte eine pfiffige, aufgeschlossene Wirtin. Zu dieser Rolle habe ich gepasst.

Sie spielen die Wirtin eines heruntergekommenen Gasthauses. Gedreht wurde in Rockenbrunn – und das Gasthaus gibt es wirklich.
Ja, aber es ist in der Wirklichkeit viel schöner! FĂŒr die Dreharbeiten wurde es extra so hergerichtet, dass es runtergewirtschaftet aussah. Ich war letztens dort und wollte ein SchĂ€ufele essen – aber genau an dem Tag hatte das Gasthaus zu. Pech gehabt.

Was machen Sie denn im richtigen Leben?
Ich bin Vergolderin und Restauratorin. Ich restauriere alte Rahmen von Bildern oder Spiegeln, aber es sind auch ausgefallene Sachen dabei. Eine RömerrĂŒstung vergolden zum Beispiel. Oder einen Rennfahrerschuh als TrophĂ€e. Ich gehe auch gerne auf FlohmĂ€rkte und suche dort ausgefallene Dinge, die ich dann restauriere. Biedermeier-SchmuckkĂ€stchen oder StĂŒhle zum Beispiel.

Sonja Tille im Steampunk-Outfit / (c) KostĂŒmverleih Richter & Gullmann GbR

Sonja Tille im Steampunk-Outfit / (c) KostĂŒmverleih Richter & Gullmann GbR

Das klingt nach einer sehr konzentrierten, ruhigen Arbeit.
Stimmt. Und der Ausgleich ist dann eben, mit Freunden etwas zu unternehmen, zu reisen, mich als Statistin zu bewerben oder als Model. Letztens war ich bei einem viktorianischen Steampunk-Dinner als Gast – Thema „Alarm im Maschinenraum“, und da haben wir uns alle verkleidet. Das war ein großartiges Bild!

Wie werden Sie den Tag der Ausstrahlung verbringen? Schauen Sie allein oder mit Freunden?
Auf alle FĂ€lle mit vielen Freunden. Die sind schon alle sehr gespannt und so aufgeregt wie ich. Ein gemeinsames „friends viewing“ – wir sind noch am Überlegen fĂŒr einen geeigneten Ort.

(c) BR/Julia MĂŒller

Von links: Benjamin Griebl, Andreas Leopold Schadt, Sonja Tille, Matthias Egersdörfer und Eli Wasserscheid.

 

Als Kleindarsteller beim Franken-Tatort: Am Set gab es sogar eine Waschmaschine

Uschi Kirsch und JĂŒrgen Berndt / Foto: BR

Uschi Kirsch und JĂŒrgen Berndt sind NĂŒrnberger Urgesteine. Im zweiten Franken-Tatort spielen sie das Rentner-Ehepaar Gertie und Frank.

„Ich fahre gerne große Autos!“ sagt JĂŒrgen Berndt. Ein Wohnmobil? Kein Problem fĂŒr den Kleindarsteller, der im zweiten Franken-Tatort einen Rentner spielen durfte, der mit seiner Frau in den Urlaub fĂ€hrt. Schließlich ist er frĂŒher, als die Kinder noch klein waren, mit dem VW-Bus zum Campen gefahren. Aber dann kam doch alles ganz anders als gedacht. Neben ihm im Wohnmobil seine „Ehefrau“ im Film, Uschi Kirsch. Dahinter zwei weitere Schauspieler. Und im Bauch des Wohnmobils der Regisseur Andreas Senn, das komplette Kamera-Team mit Ton-Mann und Assistenten. „Ich habe in den RĂŒckspiegel geschaut und nur noch Köpfe gesehen“, sagt JĂŒrgen Berndt lachend.

Nervös wurde er dabei nicht – die Aufregung war eher an den beiden Tagen vor dem Dreh zu spĂŒren, erzĂ€hlt er. Trotz einiger Erfahrung vor der Kamera. Berndt war unter anderem bereits in einem „Polizeiruf 110“ Komparse und in einem Vilsmeier-Film. „Aber diesmal war alles anders,“ so Berndt. „Total erstaunt“ sei er von der Perfektion, Ordnung und Sauberkeit am Set gewesen. Schon im Basislager sei ihm der Garderobenwagen aufgefallen – mit Waschmaschine!

Dreharbeiten in der Gluthitze eines Rastplatzes

Auch seine Film-Partnerin Uschi Kirsch, die auch schon kleinere Dreherfahrungen hat, erinnert sich gerne an den Drehtag. „Ich kam normal geschminkt zum Set, und die Dame von der Maske sagte, ich solle einfach so bleiben“, wundert sie sich. Kein aufwĂ€ndiges Film-Make-Up, sondern NatĂŒrlichkeit war gefragt.

Los ging es mit Außenaufnahmen, sie vesperten auf einem Rastplatz. SpĂ€ter wurde dann im Wohnmobil gedreht. „Es war so heiß an diesem Tag! Wir waren total verschwitzt.“ JĂŒrgen Berndt genoss den Service am Set: „In den Drehpausen kamen Mitarbeiterinnen und hielten Regenschirme ĂŒber uns, damit wir Schatten hatten. Und wir konnten dann auch irgendwann in ein Fahrzeug flĂŒchten, dessen Klimaanlage eingeschaltet war.“

Uschi Kirsch und JĂŒrgen Berndt / Foto: BRErstaunt war Uschi Kirsch ĂŒber den großen Aufwand, der fĂŒr die Dreharbeiten betrieben wurde. Und ĂŒber die Freundlichkeit aller Beteiligten, insbesondere ĂŒber die Freundlichkeit und SouverĂ€nitĂ€t von Regisseur Andreas Senn.“ Man konnte außerdem seine Meinung Ă€ußern und Andreas hörte wirklich zu, sogar uns Kleindarstellern!“ sagt Uschi Kirsch. Senn war auch beim Casting schon dabei gewesen und hatte die Szene mit seinen Darstellern in Ruhe erarbeitet. „Es gibt Regisseure, die schimpfen die ganze Zeit. Senn ĂŒberhaupt nicht. Er war lĂ€ssig, cool und immer freundlich; wir sollten ihn auch sofort duzen“, sagt JĂŒrgen Berndt.

Vom Seniorentheater zum Tatort-Dreh

Der Kontakt mit der Produktion des Franken-Tatorts kam ĂŒber das Seniorentheater TEMPO 100 zustande, bei dem Uschi Kirsch als Schauspielerin tĂ€tig ist und – als gebĂŒrtige NĂŒrnbergerin – fĂŒr das Casting vorgeschlagen wurde. TEMPO 100 ist dem Staatstheater NĂŒrnberg angegliedert: die Vorstellungen der StĂŒcke finden in den Kammerspielen statt.

Kirsch und Berndt (im Film ĂŒbrigens Gertie und Frank) kennen sich aus der Statisterie des Staatstheaters. Jetzt sind sie gespannt, was aus ihren Szenen im Schneideraum wird. „Das weiß man ja nie!“ sagt JĂŒrgen Berndt. Aber die Erfahrungen, die sie beim Dreh machen konnten, die können nicht rausgeschnitten werden, die bleiben.

WĂ€hrend Uschi Kirsch die Ausstrahlung gelassen nimmt, wird es bei JĂŒrgen Berndt wahrscheinlich eine Party geben: „Die Nachbarn haben es schon mitbekommen“, meint er lachend. Er ist eifriger Tatort-Gucker, vor allem das MĂŒnsteraner Team mag er. Aber auch den ersten Franken-Tatort fand er super – von den sorgsam ausgearbeiteten Charakteren bis zur wirkungsvoll eingesetzten Filmmusik.

 

Der zweite Franken-Tatort ist im Kasten

Ein heißer Monat liegt hinter Cast und Crew des Franken-Tatorts – nun ist die letzte Klappe gefallen. BR-Redakteurin Stephanie Heckner: „Die Hitze hat uns ĂŒberall erreicht. Das Kommissariat unterm Dach eines Kaufhauses in NĂŒrnberg hatte keine Klimaanlage. Da waren es fĂŒr das Team und die Darsteller gefĂŒhlt manchmal an die 40 Grad. Man stand sofort komplett im Schweiss. KostĂŒm und Maske hatten massiv zu arbeiten.“

Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel, die Hauptkommissare

Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel, die Hauptkommissare

Die in Berlin lebenden Hauptdarsteller Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs haben in ihrer knappen Freizeit wĂ€hrend des anstrengenden Drehs wie schon beim ersten Franken-Tatort die frĂ€nkische Gegend erkundet. Diesmal waren ja besonders viele Orte im Spiel. Knapp die HĂ€lfte der Drehtage wurden in WĂŒrzburg und Umgebung verbracht. Nach anfĂ€nglicher Drehzeit in NĂŒrnberg und Umgebung wurde in den vergangenen Tagen unter anderem im WĂŒrzburger Umland, auf der Festung Marienberg in WĂŒrzburg und an der UniversitĂ€t gedreht, genauer gesagt in der Anatomie.

Beratung durch Wissenschaftler: Damit auch inhaltlich alles stimmt

Frank Scharrer (links) spielt den PrĂ€parator Ede Schrötter, Medizinstudent Maximilian RĂŒckert seinen Gehilfen

Frank Scharrer (links) spielt den PrĂ€parator Ede Schrötter, Maximilian RĂŒckert seinen Gehilfen. Im wahren Leben promoviert er gerade in Geschichte.

Das Institut fĂŒr Anatomie und Zellbiologie wurde 1883 eröffnet und ist ein ehrwĂŒrdiger Bau. Hier hat Professor Dr. SĂŒleyman ErgĂŒn das Sagen, und er empfĂ€ngt das Filmteam mit offenen Armen. Obwohl die vielen wuseligen Menschen den normalen Alltag natĂŒrlich komplett ĂŒber den Haufen werfen. Das wird mit Gelassenheit hingenommen – und die Institutsmitarbeiter und Studenten beobachten das Treiben in ihrer Uni natĂŒrlich neugierig. Aber nicht nur das: ErgĂŒns Mitarbeiterin Dr. Maike Veyhl-Wichmann hat das Team wissenschaftlich beraten, schon zu Zeit der Drehbuchentwicklung. Schließlich soll fachlich alles stimmen.

Ein SchĂ€del passt nicht zum restlichen Skelett – was ist passiert?

Im Franken-Tatort „Das Recht sich zu sorgen“ wird ein Doktorand in der Knochensammlung des Anatomischen Instituts einen SchĂ€del finden, der nicht zu dem restlichen Skelett passt, mit dem er einsortiert wurde, und der außerdem deutlich jĂŒnger ist als in den Leichenpapieren steht… Einige Minuten lang wird die Anatomie im fertigen Film zu sehen sein – dafĂŒr wurde ein ganzer Tag Drehzeit veranschlagt, mit 35 Crewmitgliedern, 8 Schauspielern und 3 Kompasen.

Fotograf Thomas Obermeier von der Mainpost war beim Dreh dabei – eine Auswahl seiner Bilder zeigen wir Euch hier, weitere gibt es mit einem ausfĂŒhrlichen Drehbericht auf der Internetseite der Uni WĂŒrzburg zu sehen.

Gemeinsam mit den beiden Produzenten und Regisseur Andreas Senn ist Redakteurin Stephanie Heckner jetzt höchst gespannt auf den Schnitt des Films. Der zweite Franken-Tatort nach einem Drehbuch von Beate Langmaack soll im FrĂŒhjahr kommenden Jahres im Ersten zu sehen sein.

Wir haben noch einiges an Material gesammelt wĂ€hrend der Drehzeit und halten Euch natĂŒrlich weiterhin auf dem Laufenden! Beispielsweise mit Selfies von Andreas Leopold Schadt… Schönes Wochenende!

 

FĂŒr einen Tag Zivilfahnder: Die Komparsen

Einmal bei Dreharbeiten zu einem Tatort dabei sein – diesen Traum haben viele. Aber es geht auch spezieller: Einmal beim Dreh eines Franken-Tatorts dabei zu sein! FĂŒr Marc Michel und Rainer Denk ist dieser Traum wahr geworden, sie waren als Komparsen dabei.

FĂŒr einen Tag Zivilfahnder und Polizeibeamter: Marc (links) und Hannes / Foto: privat

FĂŒr einen Tag Zivilfahnder und Polizeibeamter: Marc (links) und Hannes / Foto: privat

Marc Michel lebt in Cadolzburg (Landkreis FĂŒrth), ist 41 Jahre alt und arbeitet im Bereich Projektmanagement. Rainer Denk ist 42 Jahre alt und EDVler: Der gebĂŒrtige NĂŒrnberger ist Systemadministrator und Anwenderbetreuer.

Was waren Eure Aufgabe beim Dreh?
Marc: Nach zahlreichen Anfragen wie „gutaussehende Leiche“, „Mann mit Fahrrad“, „Wirt“ oder „Motorradfahrer“ erhielt ich die Anfrage fĂŒr einen „Zivilfahnder“. Den durfte ich dann beim Dreh im alten Horten-Kaufhaus am Aufsessplatz spielen. Hier war die Kulisse des PolizeiprĂ€sidiums aufgebaut worden.
Rainer: Ich hatte die Rolle eines höhergestellten Beamten, der mit dem PolizeiprÀsidenten Dr. Kaiser in einer Konferenz sitzt.

Und wie lief der Tag ab?
Marc: Es ging um 7.45 Uhr los. Wir wurden eingekleidet und dann gab es einen eigens fĂŒr uns eingerichteten Raum, in dem wir mit Essen und GetrĂ€nken versorgt wurden. Schon hier hat man gemerkt, das sich um jedes Teammitglied sehr gut gekĂŒmmert wird.
Rainer: Ich war von 9-19 Uhr am Set. Wobei man speziell als Komparse natĂŒrlich sehr viele Wartezeiten hat. Aber das ist völlig normal.
Marc: Nach einer ErklĂ€rung, wer von wo aus durch die Szene laufen oder andere Aufgaben erledigen soll, wurde das erste Mal geprobt. Wenn die Szene dem Regisseur gefĂ€llt, wird gedreht. Da auch andere Kameraeinstellungen aufgenommen werden, wurde die selbe Szene aus verschiedenen Blickwinkeln wiederholt. Eine meiner Aufgaben war es, zum Beispiel in einer Szene im Hintergrund an einem Schreibtisch Akten zu sortieren, aufzustehen und durchs Bild zu laufen. Keine große Aufgabe, jedoch sehr interessant, mal bei einem Film auch bei der Produktion live dabei zu sein.

Das Team bei der Arbeit im Polizeikommissariat / Foto: BR/Amelie Syberberg

Das Team bei der Arbeit im Polizeikommissariat / Foto: BR/Amelie Syberberg

Es arbeiten ja viele Menschen an so einem Set, wie habt Ihr das Team erlebt?
Marc: Das Team empfand ich als absolut professionell und sie gaben jedem den Eindruck, dass sie genau wissen, was sie tun. Wir, die Komparsen haben uns auch unterhalten und eine „Kollegin“ hat schon bei anderen Produktionen mitgewirkt und hat in einem GesprĂ€ch bestĂ€tigt, dass es nicht ĂŒberall so reibungslos ablĂ€uft und der Tatort-Dreh schon was besonderes sei. Mehr Anerkennung kann man glaub ich nicht aussprechen
.
Rainer: Jeder arbeitete hochkonzentriert und wusste genau, was er tat. Aber das muss natĂŒrlich auch so sein. So ein Drehplan ist ein hochkomplexes Konstrukt, und seine Umsetzung eine logistische und technische Herausforderung.

Und die Hauptdarsteller?
Marc: Selbst beim Mittagessen sitzt man auch mal zusammen am Tisch. Es sind ja auch nur Menschen wie Du und ich, und selbst die Hauptdarsteller haben an dem Drehtag mit der Hitze kĂ€mpfen mĂŒssen. In einem sehr stickigen Raum so eine professionelle Arbeit abzuliefern schafft sicher nicht jeder.. Darum auch ein Kompliment an die Hauptdarsteller!
Rainer: Einen recht großen Kontakt hat es allerdings nicht gegeben, außer mal ein kurzes „Hallo“ oder „Guten Tag“. Aber das ist in Ordnung so. Auch die Darsteller sind natĂŒrlich mit ihren Aufgaben beschĂ€ftigt und sehr konzentriert. Eine Ausnahme gibt es allerdings. Mit Stefan Merki hatte ich natĂŒrlich rollenbedingt mehr Kontakt, da ich ja neben ihm in der Konferenz saß.

Rainer Denk / Foto: privat

Rainer Denk / Foto: privat

Gab es Überraschungen oder EnttĂ€uschungen?
Marc: EnttĂ€uscht hat mich nur, das ich leider keine Sprechrolle erhalten habe, aber das wusste ich ja bereits vorher schon. Selbst der Regisseur, Andreas Senn hat sich am Schluss bei mir persönlich bedankt, was glaube ich keine SelbstverstĂ€ndlichkeit ist
. War bemerkenswert..
Rainer: Ich durfte spontan ein paar halbimprovisierte SĂ€tze sprechen, das hat mich ĂŒberrascht! Ob es diese SĂ€tze allerdings in den fertigen Film schaffen, steht nochmal auf einem anderen Blatt.

Das stimmt – nach dem Dreh geht es ab in den Schnitt, und erst dort wird entschieden, welche Szenen gekĂŒrzt werden… WĂ€re das schlimm fĂŒr Euch?
Marc: Falls die Szene herausgeschnitten wird, wĂ€re ich nicht enttĂ€uscht, denn ich habe die Erfahrung mitnehmen können und kann dennoch sagen, ich war dabei. So eine Chance mitten drin, neben den Schauspielern, dem Regisseur und allen Mitwirkenden zu sein, bekommt sicher nicht jeder. War eine tolle Sache

Rainer: Damit muss man natĂŒrlich immer rechnen. Sicherlich ist man etwas enttĂ€uscht, wenn man herausgeschnitten wird. Da meine Rolle aber ohnehin nur fĂŒr einige Sekunden zu sehen ist, wĂ€re es, glaube ich, fĂŒr mich nicht ganz so schlimm, wenn sie herausgeschnitten wĂŒrde.

Und, Blut geleckt? Wollt Ihr jetzt Schauspieler werden?
Marc: Sicher ist Schauspieler zu sein eine super Sache, jedoch wird auch unterschĂ€tzt, dass es Knochenarbeit ist, sich den ganzen Text zu merken, sich jeden Tag auf neue Situationen und Szenen zu konzentrieren, nicht an einem festen Ort zu arbeiten und sich auf die örtlichen Gegebenheiten einzustellen. Aber Spaß machen wĂŒrde es mir dennoch

Rainer: Schauspieler war schon als Kind mein Traumberuf. Irgendwie wollte ich das schon immer machen, seit ich denken kann. Trotzdem habe ich dann „etwas AnstĂ€ndiges“ gelernt. Der Schauspielerei und der BĂŒhne bin ich aber ĂŒber all die Jahre treu geblieben, weil es mir einfach im Blut liegt. Sei es im Schultheater, spĂ€ter im Amateurtheater oder mittlerweile im semiprofessionellen Bereich. Heute bin ich ganz froh, von der Schauspielerei nicht finanziell abhĂ€ngig zu sein, sondern es quasi als „Nebenjob“ auszuĂŒben.

 

Kamera ab fĂŒr die Junggesellen!

Ein typisches Junggesellen-Gefahrt, oder? / Foto: BR/Uli Putz

Ein typisches Junggesellen-Gefahrt, oder? / Foto: BR/Uli Putz

Schöne AbkĂŒhlung bei den Dreharbeiten: Diesmal wurde das Set des zweiten Franken-Tatort nach draußen verlegt, und zwar an eine kleine Floßanlegestelle bei Gerlachshausen in Unterfranken. Die Hauptkommissare Ringelhahn und Voss (Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs) mĂŒssen in dieser Szene die Tochter eines Mordopfers befragen – und die arbeitet auf einem Floß, das den Altmain runterschippert. Auf so ein Floß passen 75 fröhliche Menschen, die ihre Familienfeiern dort abhalten oder einen Junggesellenabschied. Und jetzt wisst Ihr auch, warum wir bei unserem Castingaufruf viele junge Herren gesucht haben…

Junggesellen ahoi! / Foto: BR/Uli Putz

Junggesellen ahoi! / Foto: BR/Uli Putz

 

Heute war Casting in NĂŒrnberg!

Wie aufregend: Heute waren 50 Personen zum Casting fĂŒr kleine Rollen ins Studio Franken in NĂŒrnberg eingeladen. Sie alle hatten sich beworben, um beim zweiten Franken-Tatort „Das Recht sich zu sorgen“ dabei zu sein. Gesucht wurde von der Produktionsfirma Claussen + Putz unter anderem eine Frau, die die Wirtin eines Gasthauses mimen soll sowie ein Rentner-Ehepaar und eine Junggesellen-Runde. 2590 Bewerber hatten sich online bei der Castingagentur „Producer’s Friend“ registriert, 50 von ihnen wurden nun auf Video aufgenommen – der Recall sozusagen, oder Runde 2.
Aber keine Sorge, falls sich noch niemand bei Euch gemeldet hat: Neben den kleinen Sprechrollen wird es auch viele Komparsen geben, die hie und da kurz durchs Bild huschen sollen. Diese Personen werden voraussichtlich bis Ende der nĂ€chsten Woche ausgesucht – da aber immer mal jemand aus Termin- oder KrankheitsgrĂŒnden ausfĂ€llt kann es auch sein, dass Komparsen nachrĂŒcken. Also: Bis zum Drehbeginn Mitte Juli Daumen drĂŒcken!