Katja, die Komparsin

Katja Heinz ist Polizistin, Mutter, Stadträtin und sie war Komparsin im ersten Franken-Tatort. Höchste Zeit, mit ihr über die berühmten 15 Minuten Ruhm zu sprechen!

Katja beim CastingKatja, wie schaffst Du das alles?
Langweilig wird mir nicht! Ich habe zwei Kinder, 13 und 9 Jahre alt, ich habe verschiedene Ehrenämter, leiste zur Zeit Teilzeitdienst bei der Polizei, bin CSU-Stadträtin in Obernburg und unter anderem die Jugendbeauftragte. Ich versuche, produktiv zu sein…

Im Franken-Tatort spielst Du eine Polizistin – im realen Leben bist Du es.
Ja, ich habe am 1. März 1990 meinen Polizeidienst in Bayern aufgenommen. Damals habe ich bei der IX. Hundertschaft in Würzburg angefangen, als eine der ersten Frauen in Bayern. Vorher gab es keine uniformierten Polizistinnen, manchmal muss man eben Vorreiterin sein. Im Stadtrat sind es von 20 Gewählten auch nur zwei Frauen.

Was machst Du bei der Polizei?
Ich arbeite in einer Ermittlungsgruppe in Zivil. Ich arbeite sowohl am Schreibtisch als auch draußen am Tatort – wir kümmern uns vor allem um Ein- bzw. Aufbrüche, Diebstähle, Betrug und Vermisstenangelegenheiten.

Dann kannst Du sicher einschätzen, wie realistisch der Tatort ist…
Der Tatort ist und bleibt ein realitätsnahes Schauspiel. Natürlich muss er spannend sein und nach 90 Minuten aufgeklärt – das schaffen wir in der Realität selten. Aber ich finde es immer kurzweilig und eben wirklich realitätsnah – da läuft auch manchmal etwas nicht so rund oder es gibt Problemfälle, und auch die Charaktere finde ich sehr passend, meist kein Tag, wie der andere, einer der spannendsten Berufe eben (neben dem Schauspiel – lach).

(c) Katja Frankentatort mit Matthias Egersdörfer und Fabian Hinrichs beim DrehSchaust Du also selber oft Tatort?
Ich bin eigentlich kein Couchpotatoe, aber am Sonntag Abend sitze ich mit meinem Mann auf der Couch, ja. Ich schaue eher weniger TV (außer Sport, davon fast alles), aber TATORT ist ein MUSS, solange ich denken kann. Ich mag vor allem die Münchner, das sind die wahren Stars für mich. Das sind Hammertypen und ich hoffe, dass das Team Leitmayr und Batic noch lange weiter machen wird.

Wie kam es dann dazu, dass Du selber Komparsin geworden bist?
Durch Zufall! Ich habe über Facebook vom Casting erfahren und einfach spontan mitgemacht. Hätte nicht damit gerechnet, dass es klappt! Ich habe dann eine Kripo-Beamtin gespielt, und es war echt eine Erfahrung. Ca. 13 Stunden haben wir im nachgebauten Polizeipräsidium gedreht für 2 Minuten Film. Alle waren total nett, Regisseur Max Färberböck hat mir sogar das Du angeboten und es war eine gute Atmosphäre am Set. Und eine Wahnsinnshitze mit all den Scheinwerfern auf engstem Raum. Dennoch hat es super viel Spaß gemacht und mein kompletter Freundes- und Bekanntenkreis sind schon ganz gespannt aufs Endprodukt.

Und jetzt eine typische Ermittlerfrage: Was machen Sie am 12. April 2015?
Ich werde natürlich den Tatort schauen! An dem Tag hat mein Sohn Kommunion, es ist also ohnehin ein besonderer Tag und die ganze Familie und Freunde werden da sein. Und wenn die Kinder dann im Bett sind, schauen wir alle zusammen den ersten Franken-Tatort.

 

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